MaRodes Blog

Ick wunder mir üba jarnischt mehr (Otto Reutter)

Wissenswertes —

François Joseph Fournier – so heisst der Mann, der die Insel Porquerolles “erfunden” hat.

Geboren 1857 als belgisches Arme-Leute-Knd, versuchte er erst in Frankreich sein Glück, studierte an der Ecole des Mines d’Ales, ging später nach Kanada, Panama, San Fransisco und Mexiko, um dann in Mexiko einen eine Kooperative (Colonizadora) zu gründen.

Später kam er 1911 an die Riviera, heiratete, kaufte dann 1912 die Insel Porquerolles und machte da weiter, wo er in Mexiko aufhören musste. Porquerolles wurde Ackerland und  Anbaugebiet für Wein, es gab eine kleine Flotte, die die Verbindung zwischen der Insel und der Halbinsel Giens aufrecht hielt. Kurzum, Porquerolles wurde kultiviert.

Fournier hatte 7 Kinder, die alle auf der Insel geboren wurden. Er starb 1935 im Alter von 77 Jahren.

Sein Grab kann man auf dem örtlichen Friedhof besichtigen.

Bildquellen: www.porquerolles-france.comwww.porquerolles-location.com


Schau an! —

Hollande ist gegen Schäuble als Eurogruppen-Chef

Finanzminister Schäuble galt bereits als neuer Eurogruppen-Chef. Doch jetzt sperrt sich Frankreich und fordert, dass Schäuble für den Posten sein Ministeramt abgibt.

Quelle: Zeit

Hollande will Truppen aus Afghanistan 2012 abziehen

Quelle: FR online

Hollande kürzt Regierung das Gehalt um 30 Prozent

Die Kürzung der eigenen Gehälter als erste Amtshandlung – mit viel Symbolkraft hat in Frankreich die neue Regierung die Geschäfte übernommen.

Quelle: Morgenpost

Bei der Steuer stehen eine ganze Reihe gewichtiger Änderungen bevor: So soll eine Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent für Einkommen über einer Million Euro eingeführt und die unter Sarkozy beschlossene Mehrwertsteuererhöhung rückgängig gemacht werden. Steuerschlupflöcher sollen geschlossen und kleine und mittlere Unternehmen sowie Investitionen begünstigt werden.

Quelle: Focus

Schaun wir mal, wie sich das in der Grande Nation weiterentwickelt. Von Obama war ich auch erst sehr angetan, musste dann jedoch feststellen, dass seine Wahlversprechen zu Wahlversprecher degradierten.

Themen für Monsieur Hollande gibt es ja genug.

 


Trauriges —

Ich lese mindestens seit 3 Jahren beim Bestatterweblog und beschäftige mich mehr oder weniger intensiv mit dem Thema Tod und Sterben.

Meine persönlichen Wunden zum Thema Tod habe ich geleckt und die Wunden sind mittlerweile gut vernarbt, sie sind aber noch da. Und hin und wieder reissen sie auch mal ein bisschen auf. So wie gerade eben, als ich meine Emails las. Dann ist alles wieder präsent.

Ich weiss, es hilft nicht viel, aber Andreas, ich denke an Dich.

Mist!


Gut 1500 km … —

… haben wir bis heute abgespult. Die Russen hielten durch. Großes Lob.

Und nun sind wir am Urlaubsort, wo wir eine Woche ganz kraftvoll und angestrengt nichts tun werden.

Das Wetter hat sich unterwegs von seiner launischen Seite gezeigt; mal Regen, mal böig, mal kühl, mal Schneetreiben. Ja, richtig, wir hatten Schnee. Allerdings nur auf dem Pass ganz oben.

Nun hoffen wir auf wärmere Temperaturen oder wenigstens darauf, dass der Wind nachlässt, das würde schon genügen. Denn schliesslich sind wir ja wieder mediterran, auf der französischen Insel Porquerolles.

Das gleiche Häuschen wie letztes Mal, die Palme steht auch noch da und die Olivenbäume ebenfalls.

Seufz!

Und im Übrigen, dass die Franzosen angeblich fremdsprachenfaul sind, das Klischee scheint nicht mehr zu stimmen.

PS. Fotos folgen.


was ich schon immer wissen wollte … —

… ist, warum sich in einer Gruppe aber auch immer ein oder zwei Kasper befinden müssen?

Unser Seminar ist interessant bis stinklangweilig, unsere Referentin ne knackige Rechtsanwältin mit Humor und der Stoff muss einfach ins Hirn, da hilft kein Zetern. Ist wichtig!

Und da ergibt es sich, dass hier und da mal nen Spruch fällt von einigen Seminarteilnehmern, der sich etwas an Stammtischparolen-Niveau orientiert. Mitunter passend, allerdings jedesmal markerschütterndes Lachen provozierend und mir meist peinlich der Referentin gegenüber. Haben die Jungens denn keine Kinderstube Benimmse? Sie ist ja ne taffe (neudeutsch, normalerweise schreibt man das “tough*”, oder?) Person und macht die Ulkereien auch mit, aber ich fühle mich dabei jedesmal unangenehm berührt. Und auch nicht jeder Witz ist angebracht.

Scheinbar ist sowas Gesetz in einer Gruppe, Gruppendynamik kwasi. Kasper muss es wohl geben, genauso, wie es in jeder Familie Schwarze Schafe** gibt.

Mittlerweile fühlen sich die Herren in ihrer Kasperrolle so wohl, dass sie schon beinahe Stand-Up-Comedy-Feeling* verbreiten und mir das Ganze mittlerweile gehörig auf den Zünder geht. Den anwesenden Damen scheint´s jedoch mehrheitlich zu gefallen. Hab ich da etwa was verpasst? Ist das die neue Selbstdarstellung getreu dem Motto; “Seht her, ich bin cool” oder gar ein geheimnisvolles Balzritual? Oder sind die Herren einfach nur doof?

Wie auch immer, morgen mittag ist der Spuk vorbei und ich um ein Zertifikat und jede Menge Rechtsbelehrungen reicher. Und dann … Urlaub! Trés bien*!

 

* hach, was bin ich heute kosmopolitisch!
** Guckbefehl! Berliner Episodenfilm Marke “extremst durchgeknallt” mit jeder Menge Sex, Drugs und Roggnroll.


Wilde Hatz —

Derzeit hetze ich täglich nach Bärlin zu einem Seminar. Man darf ja schliesslich nicht blöd sterben und ausserdem bezahlt´s Scheffe. Zudem gibts lecker Mampf und nettes Ambiente herrscht in der Herberge, wo wir von einer durchaus netten und charmanten Juristin diverses Interessantes und Wissenswertes eingetrichtert bekommen. Wie kann sich eine so ansehliche Person so einem pupstrockenes Thema wie die Welt der Paragraphen widmen?

Aber ansonsten kann ich nur empfehlen, wer in die Reichshauptstadt nach Bärlin will, lasse besser das KFZ zuhause und widme sich den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ich kann das leider nicht, da mein Vierbeiner morgens in Privatpflege zu geben, von dort abends wieder abzuholen ist und somit entspanntes Warten an der Haltestelle meines Vertrauens zum Zwecke der An- bzw. Abfahrt in die große Stadt mit den bunten Lichtern, den vielen Autos und den hohen Häusern entfällt. Auch rechnerisch wie zeitlich ist die Alternative, den ÖNV zu nutzen, sinnlos.

Dank meines Navigators finde ich den Weg nach Sodom zwar gut, jedoch gibt mir der dort herrschende Strassenverkehr Anlass zur Sorge. Die fahren da alle wie Bärliner.Warum wundert mich das eigentlich?

Und wieder nach Hause gekommen, erfreue ich mich an der Tatsache, dass man hier die Piepmätze einzeln hören und akkustisch zuordnen kann, dass das Grün vor meiner Hütte noch nicht komplett von Hunden zugeschi**en wurde und auch der Strassenverkehr ab spätestens 19 Uhr komplett zum Erliegen kommt.

Na dann, schaun wir mal, was mir die nächsten Tage noch bringen.

Waidmanns Heil!